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Nerdaxe Gaia: Was der neue BM1373-Miner kann und für wen sich der Umstieg lohnt

14. September 2026 · 16 Min. Lesezeit

Titelbild „Nerdaxe Gaia“: der Miner mit 40-mm-Lüfter und Farbdisplay auf seinem Ständer, daneben der Untertitel „Der neue BM1373-Miner im Vergleich zum Gamma“ und die Eckdaten 2,4 TH/s, rund 11 J/TH, 26 W und BM1373

Der Nerdaxe Gaia ist das erste Gerät der Nerdaxe-Reihe mit einem BM1373, dem 3-Nanometer-Chip aus Bitmains Antminer-S23-Generation. Äußerlich bleibt fast alles, wie Nerdaxe-Besitzer es kennen: eine Platine im Hochformat, oben ein farbiges Display, darunter ein 40-mm-Lüfter und ein Ständer, auf dem das Ganze auf dem Schreibtisch steht. Unter dem Lüfter hat sich dafür die wichtigste Zahl verschoben. Ein einzelner Chip liefert jetzt mehr Hashrate als zwei Chips der Vorgängergeneration, bei deutlich weniger Strom. Wir haben die Angaben des Herstellers, die Firmware und die Platinendefinition im Quellcode durchgesehen und ordnen ein, was der Nerdaxe Gaia kann, wo seine Grenzen liegen und für wen sich der Umstieg lohnt. Die erste Charge wird ab dem 30. September 2026 ausgeliefert. Eigene Messwerte ergänzen wir, sobald die Geräte hier stehen.

Kurzfassung: Ein BM1373 statt eines BM1370, laut Hersteller im Standardprofil rund 2,4 TH/s bei etwa 26 W, also rund 11 J/TH. Das ist mehr Hashrate als bei einem Bitaxe GT, bei rund 40 Prozent weniger Strom. Der Gaia läuft mit 12 Volt, das Netzteil liegt bei. Die Firmware ist offen, basiert auf NerdQ 1.1.0 und kann Stratum V2. Für den Bitaxe Pool trägst du Host stratum.bitaxe.de, Port 3333 und deine Bitcoin-Adresse ein. Versand ab 30. September.

Was der Nerdaxe Gaia ist

Der Gaia stammt von BitMaker, dem Entwickler der Nerdaxe-Reihe. Vertrieben wird er in erster Linie über Bitronics in Barcelona. Er ist der dritte Schritt einer Linie, die mit einem Nerdaxe auf Basis des BM1366 begann und mit dem Nerdaxe Gamma und seinem BM1370 zum Standard auf vielen Schreibtischen wurde. Das Prinzip bleibt gleich: ein einzelner Bitmain-ASIC, ein ESP32-S3 als Steuerung, ein Display mit den Betriebswerten und eine Firmware, die du im Browser bedienst. Kein Konto, keine Cloud und kein Programm auf dem PC.

Neu ist die Stromversorgung. Bitaxe Gamma und Nerdaxe Gamma laufen mit 5 Volt, der Gaia arbeitet mit 12 Volt. Die Firmware erwartet am Eingang 10,8 bis 13,2 Volt. Den Rechenkern versorgt ein Spannungsregler vom Typ TPS546D24A, der bis zu 40 Ampere liefern kann. Das ist deutlich mehr Reserve, als der Chip im Normalbetrieb braucht, und genau diese Reserve macht höhere Taktstufen überhaupt erst möglich.

Merkmal Nerdaxe Gaia
ASIC 1 × Bitmain BM1373, 3 Nanometer, Antminer-S23-Generation
Hashrate rund 2,4 TH/s im Standardprofil (Herstellerangabe)
Leistungsaufnahme rund 26 W im Standardprofil
Effizienz rund 11 J/TH
Werkseinstellung 350 MHz Takt, 940 mV Kernspannung
Mikrocontroller ESP32-S3
Display 1,9-Zoll-Farbdisplay (LILYGO T-Display S3) mit zwei Tasten
Kühlung Kühlkörper mit 40-mm-PWM-Lüfter
Spannungsregler TPS546D24A, bis 40 A
Stromversorgung 12 V, Netzteil im Lieferumfang
WLAN 2,4 GHz
Firmware NerdQ-Firmware im Zweig von BitMaker, Basis 1.1.0, Stratum V2
Lieferung Vorbestellung, Versand ab 30. September 2026
Nerdaxe Gaia Bitcoin-Miner mit 40-mm-Lüfter auf schwarzem Ständer, das Display zeigt 2.809 GH/s, den Chip BM1373, 57 °C und 31,3 W
Der Nerdaxe Gaia auf seinem Ständer. Das Display zeigt Hashrate, Chiptemperatur, Lüfterdrehzahl, Eingangs- und Kernspannung, Strom und Leistung.

Der BM1373: warum ein Chip den Unterschied macht

Bitcoin-Miner für zu Hause verbauen seit Jahren dieselben Chips wie die großen Maschinen in den Mining-Farmen, nur einzeln statt zu Hunderten. Der Bitaxe Ultra nutzte den BM1366 aus dem Antminer S19 XP, Bitaxe Gamma und Nerdaxe Gamma den BM1370 aus dem Antminer S21 Pro. Der BM1373 ist die nächste Stufe. Bitmain setzt ihn in der S23-Generation ein, gefertigt im 3-Nanometer-Verfahren.

Kleinere Strukturen bedeuten, dass jeder der Milliarden Transistoren im Chip mit weniger Spannung schaltet und weniger Strom verliert. Bei einem Chip, der ununterbrochen rechnet, summiert sich das. Die Antminer S23 Hydro ist mit rund 9,5 J/TH die erste große Maschine unter 10 Joule je Terahash, die luftgekühlte S23 liegt bei etwa 11 J/TH. Der BM1370 kommt in kleinen Minern auf rund 14 bis 15 J/TH.

Für einen Heimminer heißt das: Mehr Hashrate muss nicht mehr über mehr Chips kommen. Der Bitaxe GT holt seine 2,15 TH/s aus zwei BM1370 und braucht dafür 43 W. Der Gaia kommt mit einem einzigen BM1373 im Standardprofil auf rund 2,4 TH/s bei etwa 26 W. Ein Chip bedeutet eine kleine Platine, einen einzelnen Lüfter, weniger Abwärme und ein handliches Netzteil.

Was die Firmware über den Chip verrät

Wie BitMaker den Chip betreibt, steht in der Platinendefinition der Gaia-Firmware, und die ist öffentlich. Ab Werk läuft der BM1373 mit 350 MHz Takt bei 940 mV Kernspannung. In der Auswahl stehen Taktstufen von 300 bis 440 MHz und Spannungen von 900 bis 1.040 mV, als harte Grenzen setzt die Firmware 800 und 1.300 mV. Der Lüfterregler arbeitet auf eine Chiptemperatur von 60 °C hin, bei 75 °C greift der Überhitzungsschutz.

Diese Werte sind keine Werbeangaben, sondern das, was der Miner beim ersten Start tatsächlich einstellt. Sie zeigen auch, wie vorsichtig die Werkseinstellung gewählt ist: 350 MHz liegen im unteren Drittel der verfügbaren Stufen, 940 mV ebenfalls. Der Gaia startet effizient und kühl, nicht an der Grenze.

Hashrate, Verbrauch und Effizienz eingeordnet

Für den Gaia kursieren unterschiedliche Zahlen, und sie widersprechen sich nicht, sie beschreiben unterschiedliche Betriebspunkte. Bitronics nennt für das Standardprofil rund 2,4 TH/s bei etwa 26 W, das sind rund 10,8 J/TH. Auf dem Herstellerfoto oben zeigt das Display 2.809 GH/s bei 31,3 W, also rund 2,8 TH/s bei etwa 11,1 J/TH. Die rund 2,6 TH/s auf unserer Produktseite liegen zwischen diesen beiden Punkten.

Aufschlussreich ist, was dabei gleich bleibt: In beiden Fällen liegt die Effizienz um 11 J/TH. Mehr Takt bringt beim BM1373 also zunächst fast im selben Verhältnis mehr Hashrate, ohne dass jeder zusätzliche Hash deutlich teurer wird. Das ändert sich erst weiter oben, wo mehr Spannung nötig wird und jeder weitere Hash spürbar mehr Strom und Wärme kostet. Wie viel ein einzelnes Exemplar schafft, hängt außerdem vom Chip ab. Frühe Berichte zum BM1373 zeigen deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Chips, eine Zahl aus einem Forum ist deshalb kein Versprechen für dein Gerät.

Miner ASIC Hashrate Leistung Effizienz Preis
Nerdaxe Gaia 1 × BM1373 rund 2,4 TH/s rund 26 W rund 11 J/TH 249,00 €
Nerdaxe Gamma 1 × BM1370 rund 1,3 TH/s rund 15 W rund 15 J/TH 159,00 €
Bitaxe Gamma 1 × BM1370 1,2 TH/s (gemessen) 17 W rund 14 J/TH 139,00 €
Bitaxe GT 2 × BM1370 2,15 TH/s 43 W rund 20 J/TH 229,00 €
NerdQaxe++ 4 × BM1370 rund 4,8 TH/s rund 80 W rund 17 J/TH 349,00 €

Die Tabelle zeigt, wo der Gaia steht: bei der Effizienz vorne, bei der Hashrate in der Mitte. Er ist nicht der schnellste Miner im Sortiment, aber der, der für jeden Terahash am wenigsten Strom braucht.

Gaia oder Nerdaxe Gamma?

Das ist die naheliegende Frage, weil beide Geräte gleich aussehen, gleich bedient werden und auf demselben Ständer stehen. Der Unterschied liegt unter dem Lüfter. Der Gamma arbeitet mit einem BM1370 und rund 1,3 TH/s, der Gaia mit einem BM1373 und rund 2,4 TH/s im Standardprofil. Du bekommst also fast die doppelte Hashrate für rund elf Watt mehr.

Nerdaxe Gamma Revision 2.3 von vorn: 1,9-Zoll-Display oben, 40-mm-Lüfter, Anschlussbuchse mit Aufdruck 5VDC
Zum Vergleich der Nerdaxe Gamma: gleiches Format, gleiches Display, aber ein BM1370 und eine Buchse für 5 Volt.

Zwei Dinge sprechen trotzdem für den Gamma. Er ist ein seit Langem bewährtes Gerät, zu dem es viele Erfahrungen und Bewertungen gibt. Und er läuft mit 5 Volt, also mit demselben Netzteil wie ein Bitaxe Gamma. Wer bereits mehrere 5-Volt-Miner betreibt und Netzteile untereinander tauschen möchte, hat mit dem Gamma die einfachere Logistik.

Für alle anderen ist der Gaia die bessere Wahl, weil die zusätzliche Hashrate fast ohne Verlust bei der Effizienz kommt. Wer wissen will, wie sich die Nerdaxe-Familie grundsätzlich vom Bitaxe unterscheidet, findet das ausführlich in Bitaxe oder Nerdaxe.

Gaia oder Bitaxe GT?

Der Bitaxe GT ist das Gerät, mit dem der Gaia bei der Hashrate am direktesten konkurriert. Beide liegen zwischen 2 und 2,5 TH/s, beide laufen mit 12 Volt. Der GT braucht dafür aber zwei BM1370 und 43 W, der Gaia einen BM1373 und rund 26 W. Über ein Jahr sind das rund 150 kWh Unterschied, bei 35 Cent je Kilowattstunde also gut 50 Euro, und zwar jedes Jahr, bei etwas mehr Hashrate auf der Seite des Gaia.

Für den GT spricht, dass er ein Bitaxe ist: ein Referenzdesign von bitaxe.org mit AxeOS aus dem Hauptzweig des Projekts und der größten Community dahinter. Wer genau das möchte, ist mit dem GT richtig. Wer auf die Stromrechnung schaut und das größere Nerdaxe-Display mag, ist beim Gaia besser aufgehoben.

Und der NerdQaxe++?

Wer vor allem Hashrate sucht, landet beim NerdQaxe++: vier BM1370, rund 4,8 TH/s, dafür etwa 80 W und ein 92-mm-Lüfter. Er liefert ungefähr die doppelte Hashrate eines Gaia, braucht dafür aber gut das Dreifache an Strom. Der Gaia ist das kompakte, sparsame Gerät für den Schreibtisch, der NerdQaxe++ das Arbeitspferd fürs Regal. Welche Größe zu dir passt und wann sich noch mehr Chips lohnen, steht ausführlich im NerdQaxe++ Test.

Was die höhere Hashrate für die Blockchance bedeutet

Solo Mining funktioniert wie eine Lotterie mit festen Losen. Jeder Hash ist ein Versuch, und wer mehr Hashes pro Sekunde rechnet, zieht mehr Lose. Bei der Difficulty von rund 127,45 Billionen (Stand 14. September 2026) sieht das für die Geräte aus dem Vergleich so aus:

Miner Hashrate Chance pro Tag Chance pro Jahr Erwartete Zeit bis zum Block
Nerdaxe Gaia 2,4 TH/s 1 zu 2,6 Millionen 1 zu 7.200 rund 7.200 Jahre
Nerdaxe Gamma 1,3 TH/s 1 zu 4,9 Millionen 1 zu 13.300 rund 13.300 Jahre
Bitaxe GT 2,15 TH/s 1 zu 3,0 Millionen 1 zu 8.100 rund 8.100 Jahre
NerdQaxe++ 4,8 TH/s 1 zu 1,3 Millionen 1 zu 3.600 rund 3.600 Jahre

Die Zahlen wirken ernüchternd, und das sollen sie auch. Die erwartete Zeit ist ein Durchschnitt und kein Termin: Ein Block kann morgen fallen oder nie. Was sich ändert, ist das Verhältnis. Der Gaia zieht fast doppelt so viele Lose wie ein Nerdaxe Gamma, bei nur etwas mehr Strom. Findet er einen Block, gehört die ganze Belohnung von derzeit 3,125 BTC plus Transaktionsgebühren dir, sofern du auf einem Solo-Pool wie dem Bitaxe Pool minst.

Die Difficulty steigt voraussichtlich mit der nächsten Anpassung um rund 4 Prozent, die Werte verschieben sich entsprechend. Den jeweils aktuellen Stand rechnet der Mining-Rechner für den Gaia aus. Wie diese Wahrscheinlichkeiten entstehen und warum trotzdem immer wieder Heimminer einen Block finden, erklärt Bitaxe Block finden.

Stromkosten im Alltag

Rund 26 W im Dauerbetrieb ergeben etwa 19 kWh im Monat und rund 228 kWh im Jahr. Was das kostet, hängt von deinem Tarif ab:

Strompreis pro Monat pro Jahr
30 Cent je kWh rund 5,70 € rund 68 €
35 Cent je kWh rund 6,65 € rund 80 €
40 Cent je kWh rund 7,60 € rund 91 €

Im Betriebspunkt vom Herstellerfoto mit rund 31 W sind es etwa 23 kWh im Monat. Gegenüber einem Nerdaxe Gamma zahlst du im Standardprofil bei 35 Cent rund 34 Euro im Jahr mehr, gegenüber einem Bitaxe GT sparst du rund 52 Euro. Wer eine Photovoltaikanlage hat, kann den Gaia einen Großteil des Tages mit eigenem Strom betreiben, 26 W sind für jede Anlage eine kleine Grundlast. Wie du die Kosten deines gesamten Setups berechnest, steht im Ratgeber Bitaxe Stromverbrauch berechnen.

Kühlung, Temperatur und Lautstärke

Gekühlt wird der BM1373 über einen Kühlkörper mit 40-mm-PWM-Lüfter, dessen Drehzahl ein Lüftercontroller vom Typ EMC2101 regelt. Die Firmware steuert die Kurve über einen Regler mit einer Zieltemperatur von 60 °C. Wird der Chip wärmer, dreht der Lüfter hoch, bleibt er kühler, dreht er herunter. Auf dem Herstellerfoto stehen 57 °C bei knapp 6.800 Umdrehungen pro Minute. Steigt die Temperatur trotz allem auf 75 °C, greift der Überhitzungsschutz der Firmware.

Einen Lautstärkewert in Dezibel nennen wir erst, wenn wir die Geräte selbst gemessen haben. Einordnen lässt sich trotzdem einiges. Ein 40-mm-Lüfter bei fast 7.000 Umdrehungen ist hörbar. Mit 26 W gibt der Gaia etwas mehr Wärme ab als ein 15-W-Gerät, der Lüfter hat also etwas mehr zu tun. Die Umgebung spielt dabei eine größere Rolle als der Chip: In einem warmen Regal ohne Luftaustausch dreht jeder kleine Miner höher als frei auf dem Schreibtisch.

Wer den Gaia im Wohn- oder Schlafzimmer betreiben möchte, findet die passenden Hebel in Bitaxe leiser machen. Der Artikel ist für den Bitaxe geschrieben, lässt sich aber übertragen, weil Lüftergröße und Regelung vergleichbar sind: ein größerer oder leiserer Lüfter, eine flachere Kurve mit etwas höherer Zieltemperatur und ein Standort mit freier Luftzufuhr.

Netzteil: 12 Volt statt 5 Volt

Der wichtigste praktische Unterschied zum Nerdaxe Gamma steckt im Netzteil. Der Gaia läuft mit 12 Volt, Nerdaxe Gamma und Bitaxe Gamma mit 5 Volt. Die Firmware des Gaia akzeptiert am Eingang 10,8 bis 13,2 Volt und schaltet unterhalb von 10,5 Volt gar nicht erst ein. Ein 5-Volt-Netzteil bringt ihn also nicht zum Laufen. Umgekehrt kann ein Netzteil mit deutlich mehr als 12 Volt, etwa ein Laptopnetzteil, die Platine beschädigen.

Im Lieferumfang liegt ein passendes 12-Volt-Netzteil, das du im Normalfall nicht ersetzen musst. Wenn doch, achte auf die Ausgangsspannung, auf ausreichend Strom und auf den passenden Stecker. Die Firmware rechnet mit bis zu 6 Ampere am Eingang. Ein Netzteil, das dauerhaft an seiner Grenze läuft, wird warm und liefert eine unruhige Spannung, was sich als schwankende Hashrate und mehr abgelehnte Shares bemerkbar macht. Worauf es bei Netzteilen grundsätzlich ankommt, erklärt Welches Netzteil für Bitaxe.

Firmware: offen und mit Stratum V2

Der Gaia läuft nicht mit dem AxeOS aus dem Bitaxe-Projekt, sondern mit der NerdQ-Firmware, die shufps ursprünglich für NerdQaxe und NerdOctaxe entwickelt hat. Sie stammt aus derselben Wurzel wie AxeOS und wird genauso im Browser bedient, bringt aber eigene Funktionen mit. BitMaker pflegt einen eigenen Zweig dieser Firmware mit allem, was der Gaia braucht: die Platinendefinition, ein Farbschema in Gold für Display und Dashboard und die Werkseinstellungen. Der Zweig basiert auf der NerdQ-Version 1.1.0 vom 29. August 2026.

Damit hat der Gaia von Anfang an alles, was die aktuelle NerdQ-Firmware kann. Dazu gehört Stratum V2, also die verschlüsselte Verbindung zum Pool, bei der sich der Pool über seinen Authority Key ausweisen muss, und seit 1.1.0 die Option, nur noch authentifizierte Verbindungen zuzulassen. Dazu gehört Dual Pool, das gleichzeitige Minen auf zwei Pools, bei dem die Firmware die Arbeit zwischen beiden aufteilt. Und dazu gehören die Anzeigen, die Nerdaxe-Besitzer kennen: Hashrate, Temperaturen, Lüfterdrehzahl, Spannung, Strom und Leistung auf dem Display und im Dashboard. Wie die verschlüsselte Verbindung eingerichtet wird, zeigt Stratum V2 am Bitaxe einrichten, die Felder heißen in der NerdQ-Firmware gleich.

Was offen ist und was noch aussteht

Der Quellcode der Gaia-Firmware liegt öffentlich auf GitHub, unter derselben GPL-3.0-Lizenz wie AxeOS. Jeder kann nachlesen, mit welchen Werten der Miner startet, und die Firmware selbst bauen. Die Platinendateien, also Schaltplan und Layout, hat BitMaker für den Nerdaxe Gamma im NerdAxe-Repository veröffentlicht. Für den Gaia stehen sie dort noch aus. Sobald sie erscheinen, verlinken wir sie an dieser Stelle.

Updates

Der Gaia kommt mit fertiger Firmware, ein Update ist beim ersten Start nicht nötig. Später spielst du neue Versionen über das Dashboard ein. Im Web-Flasher von bitaxe.de ist der Gaia bereits eingetragen, das Image erscheint dort, sobald eine offizielle Gaia-Version veröffentlicht ist. Warum man ein stabil laufendes Gerät nicht ohne Grund aktualisiert, steht in AxeOS Update beim Bitaxe.

Einrichtung: in fünf Minuten am Pool

An der Einrichtung ändert der neue Chip nichts. Du brauchst eine Steckdose, ein 2,4-GHz-WLAN und eine Bitcoin-Adresse aus einer Wallet, deren Schlüssel du selbst kontrollierst.

  1. Anschließen. Netzteil einstecken. Beim ersten Start öffnet der Gaia ein eigenes WLAN für die Einrichtung.
  2. WLAN verbinden. Mit Handy oder Laptop in dieses WLAN wechseln, im Einrichtungsportal dein Heimnetz auswählen und das Passwort eintragen. Der Gaia unterstützt nur 2,4 GHz. Bei Routern, die beide Bänder unter einem Namen senden, hilft für die Einrichtung ein eigenes 2,4-GHz-Netz.
  3. Dashboard öffnen. Nach dem Neustart zeigt das Display oben die IP-Adresse. Diese Adresse im Browser aufrufen.
  4. Pool und Adresse eintragen. In den Pool-Einstellungen Host, Port und deine Adresse eintragen, die Werte stehen in der Tabelle unten. Speichern und neu starten.
  5. Prüfen. Nach ein bis zwei Minuten laufen die ersten Shares. Auf pool.bitaxe.de erscheint dein Worker, sobald du dort deine Adresse eingibst.
Wichtig: Die Firmware des Herstellers bringt als Voreinstellung den Pool von Bitronics mit einer bereits eingetragenen Bitcoin-Adresse mit. Ersetze beides, bevor du den Gaia laufen lässt. Sonst rechnet dein Miner für eine fremde Adresse, und ein gefundener Block ginge nicht an dich.
Feld Wert für den Bitaxe Pool
Stratum Host stratum.bitaxe.de
Stratum Port 3333, mit Stratum V2 3336
Stratum User deine Bitcoin-Adresse, optional mit Workernamen, zum Beispiel bc1q….gaia
Stratum Password x

Die Schritte mit Bildern für die Nerdaxe-Reihe zeigt die Nerdaxe-Anleitung, den kompletten Datensatz für deinen Pool erzeugt der Pool-Konfigurator. Hängt der Miner im WLAN, rechnet aber nicht, führt Bitaxe verbindet sich mit WLAN, aber mined nicht durch die üblichen Ursachen, und die Miner-Diagnose grenzt den Fehler Schritt für Schritt ein.

Übertakten: Spielraum und Grenzen

Die Firmware lässt dir Raum: Taktstufen bis 440 MHz und Kernspannungen bis 1.040 mV stehen in der Auswahl. Wo die Grenze liegt, zeigt ein Kommentar im Quellcode selbst. Die Standardwerte des gemeinsamen Treibers für den Spannungsregler lösten beim Gaia bei rund 440 MHz und 1 Volt eine Überstromabschaltung aus, bei etwa 31 Ampere. BitMaker hat die Schwellen für den Gaia deshalb auf 28 Ampere für die Warnung und 33 Ampere für die Abschaltung angehoben, weil der verbaute Regler 40 Ampere verträgt. Am oberen Ende ist also tatsächlich Schluss, und die Firmware wurde genau dafür angepasst.

Für den Alltag heißt das: in kleinen Schritten vorgehen, nach jeder Stufe Fehlerrate und Temperatur einige Stunden beobachten und keine Werte aus einem Forum übernehmen, weil jeder Chip etwas anders ist. Mehr Takt erhöht die Hashrate, mehr Spannung stabilisiert höhere Taktstufen, kostet aber überproportional Strom und Wärme. Eine brauchbare Faustregel: Solange die Effizienz um 11 J/TH bleibt, lohnt sich der Schritt. Steigt sie deutlich darüber, bringt jeder weitere Hash wenig und kostet viel. Das Vorgehen im Detail beschreibt der Overclocking-Guide. Er ist für den Bitaxe geschrieben, gilt für den Gaia aber genauso, mit den Grenzen von oben.

Vorbestellung: was du wissen solltest

Der Gaia ist ein Vorbestellartikel. Die erste Charge wird ab dem 30. September 2026 ausgeliefert, wer jetzt bestellt, bekommt ein Gerät aus dieser Charge. Bis dahin ist Geduld gefragt. Sobald die Geräte bei uns eingetroffen sind, ergänzen wir diesen Artikel um eigene Messwerte für Hashrate, Verbrauch, Temperatur und Lautstärke, damit die Zahlen oben nicht nur auf Herstellerangaben beruhen.

Für wen sich der Gaia lohnt und für wen nicht

Der Gaia passt zu dir, wenn du im Nerdaxe-Format bleiben und deine Hashrate fast verdoppeln willst, ohne die Geräteklasse zu wechseln. Er passt, wenn dir der Strom je Terahash wichtiger ist als die letzte Hashrate und du einen Miner suchst, der dauerhaft auf dem Schreibtisch oder im Regal laufen soll. Als zweites Gerät neben einem Bitaxe oder Nerdaxe Gamma ergänzt er ein bestehendes Setup gut, weil Bedienung und Pool-Einstellungen gleich sind.

Weniger passt er, wenn du heute minen willst und nicht bis Ende September warten möchtest. Er passt auch nicht, wenn du vor allem maximale Hashrate suchst, dafür sind NerdQaxe++ oder NerdOctaxe die richtige Klasse. Und wer ausdrücklich ein Referenzdesign von bitaxe.org mit AxeOS aus dem Hauptzweig möchte, greift zum Bitaxe Gamma oder zum Bitaxe GT.

Fazit

Der Nerdaxe Gaia ist kein Sprung bei der Größe, sondern einer beim Wirkungsgrad. Ein einzelner BM1373 schafft im vertrauten Format fast die doppelte Hashrate eines Nerdaxe Gamma und mehr als ein Bitaxe GT, bei deutlich weniger Strom als der GT. Die Firmware ist offen, bringt Stratum V2 und Dual Pool mit und startet mit vorsichtig gewählten Werkseinstellungen. Noch offen sind die Platinendateien und unsere eigenen Messwerte.

Wer einen sparsamen, kompakten Solo-Miner mit einem echten Leistungsschritt sucht und bis Ende September warten kann, bekommt mit dem Gaia das effizienteste Gerät in unserem Sortiment. Die Chance auf einen Block bleibt klein, wie bei jedem Heimminer. Aber jeder Hash zählt voll, und beim Gaia kostet jeder Hash weniger Strom als bei jedem anderen Miner, den wir anbieten.

Wann wird der Nerdaxe Gaia ausgeliefert?

Der Gaia ist ein Vorbestellartikel. Die erste Charge wird ab dem 30. September 2026 ausgeliefert, wer jetzt bestellt, bekommt ein Gerät aus dieser Charge.

Welcher Chip steckt im Nerdaxe Gaia?

Ein einzelner Bitmain BM1373. Der Chip stammt aus der Antminer-S23-Generation und wird im 3-Nanometer-Verfahren gefertigt. Er ist der Grund für die höhere Hashrate und die bessere Effizienz gegenüber Geräten mit BM1370.

Wie viel Hashrate schafft der Nerdaxe Gaia?

Laut Bitronics im Standardprofil rund 2,4 TH/s bei etwa 26 W. Das Herstellerfoto zeigt 2.809 GH/s bei 31,3 W. Die Effizienz liegt in beiden Fällen um 11 J/TH. Wie viel ein einzelnes Gerät schafft, hängt vom Chip und von der Kühlung ab.

Wie viel Strom verbraucht der Nerdaxe Gaia?

Im Standardprofil rund 26 W, das sind etwa 19 kWh im Monat und rund 228 kWh im Jahr. Bei 35 Cent je Kilowattstunde kostet das rund 6,65 Euro im Monat. Mit deinem Tarif rechnet es der Mining-Rechner aus.

Welches Netzteil braucht der Nerdaxe Gaia?

Ein 12-Volt-Netzteil, und das liegt bei. Die Firmware akzeptiert 10,8 bis 13,2 Volt und rechnet mit bis zu 6 Ampere. Die 5-Volt-Netzteile von Nerdaxe Gamma und Bitaxe Gamma passen nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Nerdaxe Gaia und Nerdaxe Gamma?

Der Chip und die Spannung. Der Gaia hat einen BM1373 mit rund 2,4 TH/s und läuft mit 12 Volt, der Gamma einen BM1370 mit rund 1,3 TH/s und läuft mit 5 Volt. Format, Display und Bedienung sind gleich.

Nerdaxe Gaia oder Bitaxe GT?

Beide liegen bei der Hashrate nah beieinander, der Gaia etwas darüber. Der GT braucht dafür 43 W, der Gaia rund 26 W. Bei 35 Cent je Kilowattstunde spart der Gaia rund 52 Euro im Jahr. Für den GT spricht, dass er ein Referenzdesign von bitaxe.org mit AxeOS aus dem Hauptzweig ist.

Läuft der Nerdaxe Gaia mit AxeOS?

Mit der NerdQ-Firmware, die aus derselben Wurzel wie AxeOS stammt und genauso im Browser bedient wird. BitMaker pflegt einen eigenen Zweig mit der Gaia-Unterstützung auf Basis von NerdQ 1.1.0. Der Quellcode ist öffentlich und steht unter GPL-3.0.

Unterstützt der Nerdaxe Gaia Stratum V2?

Ja. Die NerdQ-Firmware kann Stratum V2 seit Version 1.0.37, die Option für ausschließlich authentifizierte Verbindungen seit 1.1.0. Auf dem Bitaxe Pool nutzt du dafür Port 3336, die Anleitung steht in Stratum V2 am Bitaxe einrichten.

Ist der Nerdaxe Gaia Open Source?

Die Firmware ja, ihr Quellcode liegt öffentlich auf GitHub unter GPL-3.0. Die Platinendateien hat BitMaker für den Nerdaxe Gamma veröffentlicht, für den Gaia stehen sie noch aus.

Wie laut ist der Nerdaxe Gaia?

Einen Messwert nennen wir erst nach eigener Messung. Gekühlt wird mit einem 40-mm-PWM-Lüfter, den die Firmware auf eine Chiptemperatur von 60 °C regelt. Das Herstellerfoto zeigt dabei knapp 6.800 Umdrehungen pro Minute, das ist hörbar.

Kann ich den Nerdaxe Gaia übertakten?

In Grenzen. Die Firmware bietet Taktstufen bis 440 MHz und Kernspannungen bis 1.040 mV. In diesem Bereich hat BitMaker die Überstromschwellen auf 28 und 33 Ampere angehoben. Geh in kleinen Schritten vor und beobachte Fehlerrate und Temperatur, das Vorgehen beschreibt der Overclocking-Guide.

Warum steht beim ersten Start schon ein Pool in den Einstellungen?

Die Firmware des Herstellers bringt als Voreinstellung den Pool von Bitronics mit einer bereits eingetragenen Adresse mit. Ersetze beides durch deinen Pool und deine eigene Bitcoin-Adresse, sonst würde ein gefundener Block nicht an dich gehen.

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