Bitaxe.de
Guides & Wissen

Stratum V2 am Bitaxe einrichten: verschlüsselt solo minen in fünf Feldern

13. September 2026 · 14 Min. Lesezeit

Titelbild „Stratum V2 am Bitaxe einrichten“: die fünf Felder aus den AxeOS-Pool-Einstellungen als Karte, Stratum Protocol Stratum V2, Host stratum.bitaxe.de, Port 3336, Channel Extended, Authority Public Key, daneben ein Schloss-Symbol

Eine Zeile im Changelog von AxeOS 2.14.0 hat im Juni 2026 geändert, wie ein Bitaxe mit seinem Pool spricht: „Add Stratum V2 (SV2) protocol support“. Seit dem 8. September 2026 nimmt auch der Bitaxe Pool Stratum V2 an, auf Port 3336 und mit eigenem Authority Key. Diese Anleitung geht den Weg einmal komplett durch: was das Protokoll an deinem Miner wirklich ändert, welche fünf Felder in AxeOS dafür zuständig sind, wie du den Fallback sauber setzt und wie du prüfst, dass die Verbindung tatsächlich verschlüsselt läuft. Dazu die Fehlerbilder aus dem Support und eine Tabelle der Pools, die V2 heute für einen Bitaxe anbieten.

Kurzfassung für den Bitaxe Pool: AxeOS ab 2.14.0 (empfohlen 2.15.1). Settings, Abschnitt Pool: Stratum Protocol Stratum V2, Stratum Host stratum.bitaxe.de, Stratum Port 3336, SV2 Channel Type Extended Channels, SV2 Authority Pubkey 9awpfZGWfrRBH8fkf82mWvnXMSTC7i9M3mshB8M56cw9UXTGdYi, User deine Bitcoin-Adresse. Speichern, Neustart, nach zwei Minuten ist der Pool grün. Große ASICs nehmen Port 4336.

Was Stratum V2 an deinem Bitaxe ändert, und was nicht

Stratum V1 stammt aus dem Jahr 2012 und ist ein Textprotokoll: JSON-Zeilen, die unverschlüsselt zwischen Miner und Pool hin und her gehen. Jeder, der auf dem Weg mitliest, sieht deine Bitcoin-Adresse, deine Shares und jede Blockvorlage. Wer den Verkehr nicht nur lesen, sondern verändern kann, etwa im WLAN eines Hotels oder über einen manipulierten Router, kann deinem Miner eine andere Adresse unterschieben. Der Miner merkt davon nichts, er rechnet einfach weiter, nur eben für jemand anderen. Für einen Bitaxe zu Hause im eigenen Netz ist das selten ein praktisches Problem. Ein grundsätzliches ist es trotzdem, und Bitcoin hat es lange genug mitgeschleppt.

Stratum V2 schließt beide Lücken. Die Verbindung wird mit dem Noise-Protokoll verschlüsselt, dem Baukasten, auf dem auch WireGuard aufsetzt; konkret Noise_NX mit secp256k1 und ChaCha20-Poly1305. Und der Pool weist sich beim Verbindungsaufbau mit seinem Authority Public Key aus, einem öffentlichen Schlüssel, den du einmal in AxeOS einträgst. Dein Miner prüft dann bei jedem Handshake, ob die Gegenstelle den zugehörigen privaten Schlüssel besitzt. Stimmt der Schlüssel nicht, kommt keine Verbindung zustande. Ein Angreifer müsste also nicht nur den Verkehr umleiten, sondern auch den privaten Schlüssel des Pools besitzen.

Dazu spricht V2 binär statt in Text. Die Nachrichten sind kleiner, der Miner bekommt neue Arbeit ein paar Millisekunden früher, und AxeOS misst seit 2.14 bei jedem Share die Antwortzeit des Pools. Bei einem Bitaxe mit ein bis fünf TH/s ist der Effekt auf die Hashrate nicht messbar. V2 ist eher ein Stück Ordnung als ein Leistungsgewinn.

Was V2 nicht ändert: deine Chance auf einen Block. Sie hängt an der Hashrate und an der Difficulty des Netzwerks, nicht am Protokoll. Ein Bitaxe Gamma findet über V2 genauso wahrscheinlich einen Block wie über V1, nämlich, wie in Bitaxe Block finden ehrlich vorgerechnet, sehr selten. Auch die Auszahlung bleibt gleich: Beim Bitaxe Pool geht ein gefundener Block über V1 wie über V2 per Coinbase-Transaktion direkt an deine Adresse. Und die Difficulty deiner Shares regelt der Pool weiterhin automatisch. Wer V2 einschaltet, bekommt Sicherheit und Sauberkeit, keine schnelleren Blöcke.

Extended oder Standard Channel

AxeOS bietet zwei Channel-Typen an. Extended Channels sind der Normalfall für jeden externen Pool: Der Pool schickt die Coinbase-Vorlage mit, der Miner kann sie lesen und im Dashboard anzeigen, an wen der Block zahlen würde. Standard Channels sind für den Fall gedacht, dass ein eigener SV2-Node oder ein Job-Declaration-Client im selben Netz die Vorlagen baut. Für den Bitaxe Pool und jeden anderen Pool aus der Tabelle unten gilt: Extended.

Job Declaration, also das Recht des Miners, die Blockvorlage selbst zu bauen, bietet der Bitaxe Pool bewusst nicht an. Wer entscheiden will, welche Transaktionen in seinen Block kommen, ist mit einem eigenen Node besser bedient als mit einem Pool, der so tut, als wäre er einer. Solo CKPool bietet einen Job-Declaration-Port an und schreibt selbst dazu, dass er gegenüber einem eigenen JD-Client keinen Vorteil bringt.

Voraussetzungen

Baustein Was du brauchst Woran du es erkennst
Firmware AxeOS ab 2.14.0 (4. Juni 2026), empfohlen 2.15.1 oder neuer In AxeOS unter System steht die Version. Fehlt in den Pool-Einstellungen das Feld Stratum Protocol, ist die Firmware zu alt.
NerdQaxe, NerdOctaxe, Nerdaxe Gamma NerdQ-Firmware ab 1.0.37 (Mai 2026), empfohlen 1.0.37.3 LTS oder 1.1.0 gleiche Felder, gleiche Logik wie in AxeOS
Pool mit Stratum V2 Host, SV2-Port und Authority Public Key des Pools steht auf der Verbindungsseite des Pools, beim Bitaxe Pool auf pool.bitaxe.de und im Pool-Konfigurator
Netzwerk ausgehende TCP-Verbindung auf den SV2-Port, beim Bitaxe Pool 3336 ein Router zu Hause erlaubt das ohne Einstellung; Firmen- und Gastnetze blockieren gelegentlich fremde Ports
Zeit zehn Minuten inklusive Neustart mehr nicht

Ist die Firmware zu alt, ist das Update der erste Schritt, am einfachsten über den Web-Flasher mit gesetztem Häkchen „Konfiguration behalten“. Seit AxeOS 2.15.0 steckt die Weboberfläche in der Firmware-Datei selbst, eine separate www.bin gibt es nicht mehr. Nach dem Update einmal die Seite im Browser neu laden, sonst zeigt der Browser das alte Dashboard aus seinem Cache.

Die fünf Felder in AxeOS

Öffne AxeOS im Browser (die IP-Adresse steht auf dem Display oder in der Geräteliste deines Routers), dann Settings und dort den Abschnitt Pool. Seit 2.14 ist er anders aufgebaut als früher: Statt einer einzigen Stratum-URL gibt es je Pool getrennte Felder, und oben wählst du, welcher Eintrag Primary Pool und welcher Fallback Pool ist. Bis zu acht Pools passen in die Liste.

  1. Stratum Protocol: Stratum V2. Das ist der Schalter, der alles andere freischaltet. Sobald V2 gewählt ist, verschwinden die V1-Optionen (Suggested Difficulty, Extranonce Subscribe, TLS), und die SV2-Felder erscheinen. Fehlt das Feld ganz, ist die Firmware älter als 2.14.0.
  2. Stratum Host und Stratum Port. Host stratum.bitaxe.de, ohne stratum2+tcp:// davor, das ergänzt AxeOS selbst. Port 3336. Der V1-Port 3333 funktioniert mit V2 nicht: Der Miner würde dort mit einem binären Handshake anklopfen, wo der Pool Text erwartet.
  3. SV2 Channel Type: Extended Channels. Das ist die Voreinstellung. Standard Channels nur, wenn du einen eigenen SV2-Node oder Job-Declaration-Client im Netz betreibst.
  4. SV2 Authority Pubkey. Für den Bitaxe Pool 9awpfZGWfrRBH8fkf82mWvnXMSTC7i9M3mshB8M56cw9UXTGdYi, 51 Zeichen Base58, ohne Leerzeichen. Am sichersten kopierst du ihn von pool.bitaxe.de oder aus dem Pool-Konfigurator, nicht aus einem Forum. AxeOS prüft nur die Länge (40 bis 52 Zeichen) und den Zeichensatz, nicht den Inhalt; ein Tippfehler fällt erst beim Handshake auf. Technisch ist das Feld optional. Lässt du es leer, verbindet sich der Miner nach dem Prinzip „Vertrauen beim ersten Kontakt“ und prüft die Gegenstelle nicht. Damit verschenkst du den wichtigsten Teil von V2, also: eintragen.
  5. User und Password. User ist deine Bitcoin-Adresse, optional mit .workername und #gruppe für SOLO Groups, genau wie bei V1. Das Passwort wertet der Pool über V2 nicht aus, x ist in Ordnung.

Zwei Optionen darunter sind seit 2.15.0 dabei und lohnen einen Blick. Require Authentication zwingt den Miner, die Verbindung abzulehnen, wenn der Pool den Authority Key nicht beweisen kann, statt auf „Vertrauen beim ersten Kontakt“ zurückzufallen. Mit eingetragenem Key gehört die Option an. Decode Coinbase Tx liest die Coinbase-Vorlage aus dem Extended Channel und zeigt im Dashboard, an welche Adresse der Block zahlen würde. Beim Bitaxe Pool muss das deine eigene sein; steht dort etwas anderes, stimmt der User nicht.

Dann Save. AxeOS baut die Verbindung neu auf; manche Versionen verlangen einen Neustart des Geräts. Nach ein bis zwei Minuten steht der Pool im Dashboard auf grün und die ersten Shares laufen. Ab AxeOS 2.15 siehst du zusätzlich pending-Shares, also Shares, die abgeschickt, aber vom Pool noch nicht bestätigt sind. Das ist normal, die Zahl bleibt klein und pendelt.

Fallback: V1 als Sicherheitsnetz

Der zweite Slot in der Pool-Liste ist der Fallback-Pool. AxeOS wechselt dorthin, wenn der Hauptpool nicht antwortet, und kehrt zurück, sobald er wieder erreichbar ist. Protokolle dürfen dabei gemischt werden: V2 als Hauptpool und V1 als Fallback funktioniert, umgekehrt ebenso, und zwei V2-Pools genauso. Für den Bitaxe Pool ist das der sinnvollste Aufbau:

Feld Primary Pool Fallback Pool
Stratum Protocol Stratum V2 Stratum V1
Stratum Host stratum.bitaxe.de stratum.bitaxe.de
Stratum Port 3336 3333
SV2 Channel Type Extended Channels entfällt
SV2 Authority Pubkey 9awpfZGWfrRBH8fkf82mWvnXMSTC7i9M3mshB8M56cw9UXTGdYi entfällt
User Bitcoin-Adresse, optional .worker und #gruppe identisch
Password x x

Warum V1 als Fallback kein Sicherheitsloch ist: Der Fallback greift nur, wenn V2 ausfällt, also im Störungsfall, und er greift auf denselben Pool. Die Alternative, gar kein Fallback, hieße, dass dein Miner bei einer Störung des V2-Endpunkts stillsteht. Bei einem Gerät, das ohnehin auf einen seltenen Treffer wartet, ist eine Stunde Stillstand verschmerzbar; bei einem NerdQaxe++ mit 4,8 TH/s sind es verlorene Lose. Wer lieber einen zweiten Anbieter als Fallback möchte, trägt dort einen anderen Solo-Pool mit oder ohne V2 ein; die Auszahlung geht in beiden Fällen an dieselbe Adresse.

Ein Hinweis für alle, die schon vor 2.15 eingerichtet haben: Seit 2.15.0 ist die Fallback-Nutzung standardmäßig aus, bis der Miner wirklich wechseln muss. Zeigt dein Dashboard also den Hauptpool, obwohl du gerade am Fallback geschraubt hast, ist das kein Fehler.

Prüfen, ob die Verbindung wirklich V2 ist

Grün im Dashboard heißt zunächst nur: verbunden. Drei Stellen zeigen, dass es V2 ist.

  • Pool-Kachel im Dashboard. Sie nennt den aktiven Pool mit Protokoll. Steht dort der Fallback auf V1, ist der V2-Handshake gescheitert, und du liest weiter unten bei den Fehlerbildern nach.
  • Logs in AxeOS. Im Menü Logs siehst du beim Verbindungsaufbau die SV2-Meldungen: Handshake, SetupConnection, Kanal geöffnet, dann laufende Shares mit Antwortzeit in Millisekunden. Bei V1 stehen dort stattdessen JSON-Zeilen mit mining.subscribe und mining.notify.
  • Pool-Seite. Auf pool.bitaxe.de gibst du deine Adresse ein; nach zwei Minuten erscheint der Worker mit Hashrate und Best Difficulty. Der Pool unterscheidet in der Statistik nicht nach Protokoll, dein Worker sieht dort über V2 exakt so aus wie über V1.

Wer es genau wissen will, schaut auf den Verkehr selbst: Ein Mitschnitt auf Port 3336 zeigt nach dem Handshake nur noch Rauschen, auf Port 3333 lesbares JSON mit deiner Adresse. Das ist der ganze Unterschied, und er ist der Grund für die fünf Felder.

Stratum V1 und V2 im Vergleich

Merkmal Stratum V1 Stratum V2
Seit 2012 Spezifikation 2019, im Bitaxe seit AxeOS 2.14.0 (Juni 2026)
Übertragung Text (JSON), unverschlüsselt binär, verschlüsselt (Noise, ChaCha20-Poly1305)
Pool weist sich aus nein ja, per Authority Public Key, geprüft bei jedem Handshake
Schutz vor Umleiten der Hashrate nein ja, bei eingetragenem Key
Bandbreite höher niedriger
Antwortzeit je Share nicht gemessen gemessen, im Log sichtbar
Blockchance, Auszahlung, Difficulty identisch identisch
Bitaxe Pool Port 3333, große ASICs 4334 Port 3336, große ASICs 4336, Key 9awpf…UXTGdYi
Voraussetzung jede Firmware AxeOS ab 2.14.0, NerdQ ab 1.0.37

Welche Pools Stratum V2 für einen Bitaxe anbieten

Stand September 2026. Den Authority Key kopierst du immer von der Seite des jeweiligen Pools; wir drucken ihn hier zur Orientierung ab, ein Pool kann ihn jederzeit wechseln.

Pool Host und SV2-Port Modell und Hinweise
Bitaxe Pool stratum.bitaxe.de:3336, große ASICs 4336 Solo, 0 % Gebühr. Frankfurt, SOLO Groups auch über V2, kein Job Declaration
Solo CKPool stratum.ckpool.org:3336 Solo, 2 % Gebühr. Job Declaration auf Port 3337
Blitzpool blitzpool.yourdevice.ch:3333 (V1 und V2 am selben Port) Solo und PPLNS (Port 3340). Job Declaration auf Port 3335
Braiins Pool stratum.braiins.com:3333 FPPS mit laufender Auszahlung, kein Solo-Mining. Seit Jahren mit V2
Public Pool laut Anbieter Port 23330 Solo, 0 %. Der Standardpool in AxeOS ab Werk

Die Authority Public Keys dazu, Stand September 2026:

  • Bitaxe Pool: 9awpfZGWfrRBH8fkf82mWvnXMSTC7i9M3mshB8M56cw9UXTGdYi
  • Solo CKPool: 9anrRNhBh7869XtNnFcCuGBRZP51E635qGbu457J5kHdszhfRc3
  • Blitzpool: 9bCoFxTszKCuffyywH5uS5o6WcU4vsjTH2axxc7wE86y2HhvULU
  • Braiins Pool und Public Pool: auf der Verbindungsseite des jeweiligen Anbieters

Welcher Pool zu dir passt, ist eine andere Frage als V1 oder V2, und sie ist in Bitaxe Mining Pool wählen beantwortet. Kurz: Solo-Pools zahlen nur bei einem gefundenen Block, dann alles; Braiins zahlt täglich Bruchteile und ist für einen Bitaxe eine Sparbüchse mit sehr kleinem Schlitz.

Wenn der Pool rot bleibt: die Fehlerbilder

Die folgenden Fälle decken ab, was uns im Support seit Juni begegnet ist, geordnet nach Häufigkeit.

  • Falscher oder unvollständiger Authority Key. Ein Zeichen zu wenig, ein Leerzeichen am Ende, ein großes I statt eines kleinen l: Der Handshake schlägt fehl, AxeOS zeigt den Pool rot oder wechselt still auf den Fallback. Key erneut von der Pool-Seite kopieren, Feld komplett leeren, neu einfügen, speichern.
  • Firmware zu alt. Fehlt das Feld Stratum Protocol, kann die Firmware kein V2. Update auf 2.15.1, danach die Seite im Browser neu laden.
  • V1-Port mit V2-Protokoll. Host stimmt, Port 3333 statt 3336: Der Pool antwortet auf den binären Handshake mit nichts, der Miner versucht es endlos. Port prüfen, für den Bitaxe Pool 3336 oder 4336.
  • „difficulty too low“ in den Logs. Ein bekannter Fehler in 2.14.x, wenn der Pool eine gebrochene Difficulty vorgibt und der Miner rundet. Behoben in 2.15.0 („Keep fractional SV2 pool difficulty“). Update.
  • NerdQaxe verbindet nicht, obwohl der Key stimmt. Die NerdQ-Firmware vor 1.0.37.3 hatte einen Fehler bei der Auswertung des Authority Keys. Update auf 1.0.37.3 LTS oder 1.1.0.
  • Require Authentication an, Key leer. Der Miner lehnt jede Verbindung ab, weil kein Key da ist, gegen den er prüfen könnte. Key eintragen oder die Option ausschalten.
  • Pool grün, aber das Dashboard zeigt V1. Der Miner sitzt auf dem Fallback, weil V2 beim Start nicht erreichbar war. Meist ein Firewall- oder Gastnetz-Thema: Port 3336 ausgehend freigeben, Miner neu starten.
  • Shares laufen, aber die Pool-Seite zeigt nichts. Das hat mit V2 nichts zu tun: In neun von zehn Fällen steht im Feld User eine andere Adresse als die, die du auf der Pool-Seite eingibst. Die Miner-Diagnose und der Artikel Bitaxe verbindet sich mit WLAN, aber mined nicht gehen die restlichen Ursachen durch.

NerdQaxe, NerdOctaxe und große ASICs

Die NerdQ-Firmware auf NerdQaxe++, NerdOctaxe und Nerdaxe Gamma hat dieselben Felder wie AxeOS, weil sie denselben Stamm hat. Stratum V2 ist seit 1.0.37 dabei, die Option „Require Authentication“ seit 1.1.0. Trage dort dieselben Werte ein wie oben. Mehrere Geräte auf einer Adresse bekommen je einen eigenen Workernamen hinter dem Punkt; die Statistik trennt sie, ein Blockfund zahlt an dieselbe Wallet.

Große ASICs ohne AxeOS, etwa ein Antminer mit Braiins OS, sprechen V2 über eine einzige URL, in der der Key mitreist: stratum2+tcp://stratum.bitaxe.de:4336/9awpfZGWfrRBH8fkf82mWvnXMSTC7i9M3mshB8M56cw9UXTGdYi. Port 4336 ist der High-Difficulty-Port des Bitaxe Pools; alles über 4000 startet mit hoher Difficulty, damit ein Gerät mit 200 TH/s den Pool nicht mit Shares flutet. Wer Stock-Firmware ohne V2 fährt, bleibt bei V1 auf Port 4334 oder setzt einen SV2-Proxy dazwischen; der bringt Verschlüsselung ab dem Proxy, nicht ab dem Gerät.

Ehrlich eingeordnet

Stratum V2 macht deinen Bitaxe nicht schneller und deinen Block nicht wahrscheinlicher. Es macht die Verbindung zu deinem Pool zu dem, was sie 2012 hätte sein sollen: verschlüsselt, mit einem Pool, der beweisen muss, wer er ist. Für ein Gerät, das Jahre am Netz hängt und dabei eine Bitcoin-Adresse trägt, ist das der richtige Standard. Die zehn Minuten Einrichtung sind gut angelegt, der Fallback auf V1 fängt den Rest ab.

Wer heute einen Miner kauft, braucht für V2 nur die aktuelle Firmware: Bitaxe Gamma und Bitaxe GT laufen mit AxeOS, NerdQaxe und NerdOctaxe mit der NerdQ-Firmware, und ein Update über den Web-Flasher dauert zwei Minuten. Fünf Felder, und der Rest ist Geduld.

Brauche ich Stratum V2 für den Bitaxe Pool?

Nein. Stratum V1 auf Port 3333 läuft parallel weiter, und an deiner Blockchance ändert V2 nichts. V2 lohnt sich, weil die Verbindung verschlüsselt ist und der Pool sich mit seinem Authority Key ausweisen muss. Wer es einmal eingerichtet hat, hat keinen Grund zurückzugehen.

Welche Firmware brauche ich für Stratum V2?

AxeOS ab 2.14.0 (4. Juni 2026) auf allen Bitaxe-Geräten, empfohlen 2.15.1 oder neuer wegen der Option „Require Authentication“ und der Difficulty-Korrektur. Auf NerdQaxe, NerdQaxe++, NerdOctaxe und Nerdaxe Gamma die NerdQ-Firmware ab 1.0.37, empfohlen 1.0.37.3 LTS oder 1.1.0.

Was ist der Authority Public Key?

Der öffentliche Schlüssel des Pools, 51 Zeichen in Base58. Dein Miner prüft damit beim Verbindungsaufbau, ob die Gegenstelle den zugehörigen privaten Schlüssel besitzt, also wirklich der Pool ist, den du meinst. Für den Bitaxe Pool lautet er 9awpfZGWfrRBH8fkf82mWvnXMSTC7i9M3mshB8M56cw9UXTGdYi.

Muss ich das Feld SV2 Authority Pubkey ausfüllen?

Technisch ist es optional, praktisch ja. Ohne Key verbindet sich der Miner nach dem Prinzip „Vertrauen beim ersten Kontakt“ und prüft die Gegenstelle nicht. Die Verschlüsselung bleibt, der Schutz vor einem untergeschobenen Pool entfällt.

Was macht die Option „Require Authentication“?

Seit AxeOS 2.15.0 und NerdQ 1.1.0: Der Miner lehnt jede Verbindung ab, bei der der Pool den Authority Key nicht beweisen kann, statt auf „Vertrauen beim ersten Kontakt“ zurückzufallen. Mit eingetragenem Key gehört die Option an; ohne Key darf sie nicht an sein, sonst verbindet sich der Miner gar nicht.

Extended Channels oder Standard Channels?

Extended Channels für jeden externen Pool, auch für den Bitaxe Pool. Der Pool schickt dann die Coinbase-Vorlage mit, und der Miner kann anzeigen, an wen der Block zahlen würde. Standard Channels sind nur für einen eigenen SV2-Node oder Job-Declaration-Client im selben Netz gedacht.

Kann ich V2 als Hauptpool und V1 als Fallback nutzen?

Ja, und das ist der empfohlene Aufbau: Primary Pool Stratum V2 auf Port 3336, Fallback Pool Stratum V1 auf Port 3333, beide auf stratum.bitaxe.de. AxeOS wechselt bei einer Störung selbst und kehrt zurück, sobald V2 wieder antwortet.

Ändert Stratum V2 meine Chance auf einen Block?

Nein. Die Chance hängt an deiner Hashrate und an der Difficulty des Netzwerks. V2 verschlüsselt und authentifiziert die Verbindung, es rechnet nicht schneller. Wie groß die Chance je Modell ist, rechnet der Mining-Rechner aus.

Funktionieren SOLO Groups über Stratum V2?

Ja, mit derselben Schreibweise im Feld User: adresse.worker#gruppe. Die Gruppe hängt an der Verbindung, und ein Gruppenblock wird über V2 genauso anteilig per Coinbase ausgezahlt wie über V1.

Warum bietet der Bitaxe Pool kein Job Declaration an?

Weil es bei einem Solo-Pool nichts bringt, was ein eigener Node nicht besser könnte. Wer die Blockvorlage selbst bauen will, betreibt einen Node und mined direkt dagegen, zum Beispiel mit Public Pool auf Umbrel. Der Bitaxe Pool baut die Vorlagen selbst und verteilt sie über Extended Channels.

Wie stelle ich einen Antminer oder Whatsminer auf V2 zum Bitaxe Pool?

Mit Braiins OS oder einer anderen Firmware, die V2 kann, über die URL stratum2+tcp://stratum.bitaxe.de:4336/9awpfZGWfrRBH8fkf82mWvnXMSTC7i9M3mshB8M56cw9UXTGdYi. Port 4336 ist der High-Difficulty-Port für große Geräte. Stock-Firmware ohne V2 bleibt bei V1 auf Port 4334.

Woran erkenne ich, dass die Verbindung wirklich verschlüsselt ist?

An drei Stellen: Die Pool-Kachel im AxeOS-Dashboard nennt den aktiven Pool mit Protokoll, die Logs zeigen beim Verbindungsaufbau den SV2-Handshake statt JSON-Zeilen, und wer mitschneidet, sieht auf Port 3336 nach dem Handshake nur noch verschlüsselte Daten.

Passende Produkte